Betriebs-Haftpflichtversicherung

 

Wer einem anderen einen Schaden zufügt, der haftet nach deutschem Recht unbegrenzt. Das gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Firmen,  Vereine und freie Berufe.


Welche Schäden sind versichert?

Versicherungsschutz besteht für Personen-, Sach- und daraus herzuleitende Vermögensschäden, die Sie anderen (Dritten) zufügen. Reine Vermögensschäden, also Schäden, denen weder ein Personen- noch Sachschaden vorausgeht, sind in der Regel mit geringen Summen eingeschlossen.


Wer ist versichert?

Versichert sind Sie als Betrieb, Verein oder InhaberIn eines Büros. Beschäftigen Sie Personal, dann sind diese Personen mit über Ihren Vertrag zu versichern. Als ArbeitgeberIn haften Sie auch für Schäden, die Ihr Personal während der Verrichtung der dienstlichen Tätigkeit anderen zufügt. Die Gefahrenquellen, die zu hohen Schadenersatzansprüchen führen können, sind vielfältig.

Achten Sie auf die Besonderheiten Ihrer Tätigkeit. Handwerksbetriebe benötigen möglicherweise die Absicherung von Bearbeitungsschäden, Mängel- und Mängelfolgeschäden. Der Handel liefert Ware aus, und wer Produkte herstellt, haftet auch für diese Produkte! Freie Berufe benötigen eventuell eine ergänzende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (RechtsanwältInnen, SteuerberaterInnen, JournalistInnen, ÜbersetzerInnen, etc.). Der Verein muss an seine Vorstände und seine Mitglieder bei der Vereinstätigkeit denken.


Welche Aufgabe hat die Versicherungsgesellschaft?

Der Haftpflichtversicherer hat – ganz allgemein – die Aufgabe, Ihnen die Haftung aufgrund gesetzlicher Bestimmungen abzunehmen. Praktisch bedeutet dies, dass er an Ihre Stelle tritt und für Sie tut, was Sie sonst – eventuell beraten durch eine/n AnwältIn – selbst erledigen müssten. Dieses ist beispielsweise die Prüfung der Frage, ob und in welcher Höhe eine Verpflichtung zum Schadenersatz besteht; die Wiedergutmachung des Schadens in Geld, wenn der Anspruch begründet ist; die Abwehr von unberechtigten Schadenersatzansprüchen. Kommt es darüber zum Rechtsstreit mit der geschädigten Person, führt der Versicherer den Prozess und trägt die Kosten.

Somit ist die Haftpflichtversicherung auch eine Art Rechtsschutzversicherung, da der Versicherer möglicherweise auf sein Risiko und seine Kosten Prozesse führt, um Schadenersatzforderungen abzuwehren.