Gebäudeversicherung

 

Jedes Gebäude, dessen gewerbliche Nutzung bei über 50 % der Fläche liegt, muss nach dem gewerblichen Gebäudetarif versichert werden. Hierbei gilt: versichert sind die auf dem Versicherungsgrundstück befindlichen und im Antrag aufgeführten Gebäude und sonstigen Gebäudebestandteile. Zubehör ist nur versichert, sofern dies besonders vereinbart wurde.

 

Welche Schäden sind versichert?

Versichert sind Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser und Sturm und, falls vereinbart, Elementarschäden. Neben dem Schadenersatz leistet der Versicherer auch Kostenersatz. Beitragsfrei sind in der Regel in der Feuer- , Sturm-, Leitungswasserversicherung bis zu einem bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme Aufräumungskosten, Abbruchkosten, Bewegungskosten, Schutzkosten und Feuerlöschkosten mit versichert. Zudem kann der Mietverlust oder Nutzungsausfall gegen Zuschlag versichert werden.

In der Sturmversicherung können außen angebrachte Sachen, u.a. Einfriedungen, Antennenanlagen, Gefahrmeldeanlagen, Beleuchtungsanlagen, Markisen, Schilder und Transparente, Überdachungen, elektrische Freileitungen und Masten gegen Zuschlag mit eingeschlossen werden.

Der gewerblichen Gebäudeversicherung liegen eigene Versicherungsbedingungen zugrunde.

 

Wie wird die Versicherungssumme ermittelt?

Wenn der Wert des Gebäudes nicht durch ein Gutachten bekannt ist und die Baukosten auch nicht ermittelt werden können, kann die Versicherungssumme mittels eines Wertermittlungsbogens bestimmt werden. Die Berechnung erfolgt nach Kubikmeter umbautem Raum sowie den Ausstattungsmerkmalen.

Auch die gewerbliche Gebäudeversicherung ist eine Neuwertversicherung. Lediglich bei Gebäuden, deren Zustand insbesondere durch Abnutzung weniger als 40 Prozent des Neuwertes beträgt, ist der Zeitwert anzusetzen.

 

Was ist die Wertzuschlagsklausel?

Da die Baukosten steigen, wird der Versicherungsvertrag jährlich dieser Preisentwicklung angepasst. Anders als bei Wohngebäuden erfolgt bei gewerblichen Gebäuden die Anpassung durch die so genannte Wertzuschlagsklausel für gewerbliche Gebäude und Gebäudeinhalte (Inventar). Als Basiswert wird dort zum Beispiel das Jahr 1970 verwendet.