Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung

 

Wer eine Immobilie besitzt, egal ob vermietet oder selbst bewohnt, haftet für Schäden aus mangelhafter Instandhaltung oder mangelnder Verkehrssicherungspflicht. Gleiches gilt auch für im Besitz befindliche Grundstücke.

Und wer einem anderen einen Schaden zufügt, der haftet nach deutschem Recht bei Verschulden unbegrenzt. Haftpflichtschäden gehören zu den Existenz bedrohenden Risiken.

 

Welche Schäden sind versichert?

Versicherungsschutz besteht für Personen-, Sach- und daraus herzuleitende Vermögensschäden, die anderen (Dritten) zugefügt werden.

Versichert sind Schäden aus mangelhafter Instandhaltung oder fehlerhafter Errichtung des Gebäudes. Das gilt für das Gebäude selbst, aber auch für die Teile eines Gebäudes (z.B. herunterfallender Dachziegel) sowie alle mit dem Gebäude zusammenhängende Werke (z.B. Zu- und Ableitungsrohre).

Unter den Begriff der mangelnden Verkehrssicherungspflicht fallen z.B. marode Bäume, fehlende Umzäunungen bei Gefahrenquellen (z.B. ein kleiner See) oder die unterlassene Reinigung von Zuwegungen von Eis oder nassem Laub.

 

Wer ist versichert?

Versichert ist der/die Besitzer/in. Wer lediglich ein Einfamilienhaus bewohnt (auch mit Einliegerwohnung) ist über seine Privathaftpflichtversicherung versichert. Wer eine vermietete Wohnung, ein vermietetes Ein- oder Mehrfamilienhaus, oder ein Grundstück besitzt, benötigt eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung.

 

Welche Aufgabe hat die Versicherungsgesellschaft?

Der Haftpflichtversicherer hat – ganz allgemein – die Aufgabe, Ihnen die Haftung aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ab­zunehmen. Praktisch bedeutet dies, dass er an Ihre Stelle tritt und für Sie tut, was Sie sonst – eventuell beraten durch einen Anwalt – selbst erledigen müssten. Dieses ist beispiels­weise die Prüfung der Frage, ob und in welcher Höhe eine Verpflichtung zum Schaden­er­satz besteht; die Wiedergutmachung des Schadens in Geld, wenn der Anspruch begründet ist; die Abwehr von unberechtigten Schadenersatzansprüchen. Kommt es darüber zum Rechtsstreit mit der geschädigten Person, führt der Versicherer den Prozess und trägt die Kosten. Somit ist die Haftpflichtversicherung auch eine Art Rechtsschutzversicherung, da der Versi­cherer möglicherweise auf sein Risiko und seine Kosten Prozesse führt, um Schaden­er­satz­for­derung­en abzuweh­ren.