Pflegeversicherung

 

Die Menschen werden älter und damit steigt auch das individuelle Risiko, ein Pflegefall zu werden. Wer sein Vermögen schützen will oder vermeiden möchte, dass die Kinder hierfür aufkommen müssen, sollte sich über eine Pflegeversicherung Gedanken machen.


Was ist PflegebedĂĽrftigkeit?

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maß der Hilfe bedürfen. Hierzu gehören z.B. die Körperpflege, oder im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung, Einschränkungen in der Mobilität und im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen und Waschen. Seit dem 1.1.2017 werden auch Einschränkungen der kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten oder Verhaltensweisen und psychische Problemlagen mit gewichtet.


Was leistet die gesetzliche Pflegeversicherung?

Das Pflegestärkungsgesetz II hat die bisherigen Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Unterschieden wird nun zwischen geringer, erheblicher, schwerer und schwerster Beeinträchtigung und beim Pflegegrad 5 der schwersten Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung. Die Pflegebedürftigkeit wird nach dem Grad der Selbständigkeit und den Fähigkeiten beurteilt, und nicht mehr nach dem Faktor „Zeit“. Pflegesachleistungen werden ab Pflegegrad 2 gezahlt und liegen zwischen 689 Euro und 1.995 Euro im Monat, bei Pflege durch Angehörige liegt der Satz bei weniger als der Hälfte. Bei stationärer Pflege wird ab Pflegegrad 1 geleistet (125 Euro), darüber liegen die Leistungen zwischen 770 Euro und 2.005 Euro.


Weshalb eine private Zusatzversicherung?

Aufgrund der Flexibilität und Mobilität am Arbeitsplatz existieren kaum Strukturen, in denen ein Pflegefall aufgefangen werden kann. Bedenkt man, dass lt. Finanztest ein Pflegeheim zwischen 3.500 und 4.000 Euro kosten kann, reicht die staatliche Vorsorge nicht aus.


Welche Möglichkeiten habe ich?

Angeboten werden Pflegetagegeldtarife, Pflegekostentarife, die reine Pflegekosten ersetzen, Restkostentarife, die nach Abzug der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bis zu einer bestimmten Obergrenze leisten und Pflegerententarife.