Private Krankenversicherung

 

FreiberuflerInnen, Selbständige, Beamte und Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze stehen immer wieder vor der Frage: gesetzliche oder private Krankenversicherung. Für einige gibt es gute Gründe (z.B. Familien), in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert zu sein. Für viele stellt die private Krankenversicherung aber eine preiswertere und leistungsfähigere Alternative dar, insbesondere auch unter dem Aspekt weiterer Leistungskürzungen und steigender Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung.

 

Was leistet die private Krankenversicherung?

Ambulante Heilbehandlung, auch Naturheilverfahren, die durch ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen nach der jeweiligen Gebührenordnung abgerechnet werden

Stationäre Heilbehandlung, Mehrbettzimmer oder Wahlleistungen, wie Chefarztbehandlung oder Ein-/Zweibettzimmer

Erstattung für Zahnbehandlung mit 100 %, für Zahnersatz 60% oder 80%

Krankenhaustagegeld, Krankentagegeld

gesetzliche Pflegepflichtversicherung, private Pflegezusatzversicherung

 

Wie setzen sich die Beiträge zusammen?

In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen Sie einen bestimmten Prozentsatz auf Ihr Bruttoeinkommen. In der privaten Krankenversicherung sind das Eintrittsalter und die vereinbarten Leistungen sowie die Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung für die Beitragshöhe entscheidend. Seit dem 1.1.2013 gibt es Unisex-Tarife, d.h., das Geschlecht spielt in Bezug auf den Beitrag keine Rolle mehr.

 

Was ist mit den Beiträgen im Rentenalter?

Die Gesundheitsreform 2000 führte zu einer Erhöhung der Rückstellungen zur Beitragsentlastung im Alter. 10 % des Beitrages müssen die Versicherer zurückstellen. Ungeachtet dessen sollte aber zusätzlich vorgesorgt werden, denn die Beiträge steigern kontinuierlich durch die gestiegenen Kosten im Gesundheitswesen und dadurch, dass die Menschen immer älter werden. Hierzu können z.B. auch so genannte Beitragsentlastungstarife genutzt werden.

 

Ist ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung möglich?

Ein Wechsel in die private Krankenversicherung sollte gut überlegt sein. Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur bei Eintritts der Sozialversicherungspflicht und bis zum 55. Lebensjahr möglich. In jedem Fall muss der Schritt in die private Krankenversicherung genau überlegt sein. StudentInnen können sich nach Abschluss des Studiums frei entscheiden.