Sterbegeldversicherung

 

Die Nachfragen nach Sterbegeldversicherungen nehmen zu. Viele Menschen machen sich Gedanken bezüglich der Bestattungskosten, die zwischen 5.000 € und 10.000 € betragen können. Sie wollen vermeiden, dass die Kinder diese übernehmen müssen, weil die eigenen Ersparnisse dafür nicht ausreichen.


Lohnt sich der Abschluss einer Sterbegeldversicherung?

Die Sterbegeldversicherung ist umstritten. Im Grunde genommen handelt es sich aufgrund der niedrigen Versicherungssumme um eine Kleinst-Lebensversicherung.

Es wird eine garantierte Versicherungssumme vereinbart. Diese erhöht sich im Leistungsfall noch um die erwirtschafteten Überschüsse. Alternativ werden auch Versicherungen mit Beitragsverrechnung angeboten. Das bedeutet, dass die Versicherungssumme gleich bleibt, dafür aber die Beiträge niedriger sind, da diese mit den Überschüssen verrechnet werden.

Im Prinzip ist es ein Rechenbeispiel. Wie viel Beiträge werden im Verlauf eingezahlt und was wird im Sterbefall ausgezahlt? Für jüngere Menschen gibt es in jedem Fall lukrativere Sparformen, zumal das Sterberisiko auch sehr gering ist.

Ältere Menschen sehen in der Regel das erhöhte Sterberisiko und wägen das mit der Möglichkeit ab, ob zu dem Zeitpunkt genügend Geld angespart werden konnte. Es ist also in gewisser Hinsicht eine sehr persönliche Entscheidung, deren persönlicher Nutzen einfach auch einen emotionalen Entscheidungshintergrund hat.


Was leistet eine Sterbegeldversicherung?

Es wird die im Vertrag vereinbarte Summe bei Tod ausgezahlt, je nach Tarif mit oder ohne Überschüsse. Die Leistung ist jedoch in den ersten zwei bis drei Jahren je nach Tarif und Gesellschaft eingeschränkt. Manche Tarife bieten darüber hinaus auch Rückführungskosten im Todesfall an.


Wird eine GesundheitsprĂĽfung durchgefĂĽhrt?

In der Regel erfolgt keine Gesundheitsprüfung. Es ist aber darauf zu achten, dass der Tarif keine Klausel enthält, dass bei Kenntnis von erhöhten Risiken ein Abschluss nicht möglich gewesen wäre!


Was ist bei SozialhilfebedĂĽrftigkeit?

Sterbegeldversicherungen werden – anders als Lebensversicherungen – nicht als verfügbares Vermögen angerechnet. Selbst die Beiträge können bei Bezug von Sozialhilfe als Mehrbedarf übernommen werden, wenn die Fälligkeit ausschließlich bei Tod vereinbart wurde