Versicherung der Arbeitskraft

 

Der Verlust der Arbeitskraft ist ein existenzielles Risiko.
In der Regel bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung (oder Dienstunfähigkeitsversicherung) den umfassendsten Versicherungsschutz vor finanziellen Einbußen.

Manchmal ist diese aber nicht finanzierbar, insbesondere bei Berufen, die mit bestimmten Risiken verbunden sind, z.B. handwerkliche Berufe. Oder gesundheitliche Gründe haben den Vertragsabschluss verhindert. Welche Alternativen bieten sich an?


Grundfähigkeitsversicherung

Bei dieser Versicherung ist der ausgeübte Beruf für die Leistungsbeurteilung unwichtig. Eine Rentenzahlung erfolgt dann, wenn bestimmte Grundfähigkeiten wie z.B. Gehen, Waschen, Sehen, Hören, etc. für wenigstens zwölf Monate nicht mehr ausgeübt werden können oder konnten.


Die Dread Disease-Versicherung (Schwere Krankheiten-Vorsorge)

Hier gilt, dass bei der Diagnose einer bestimmten Erkrankung die Leistung fällig wird. Die Leistungsmerkmale der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich jedoch teilweise erheblich. Versicherte Erkrankungen können Alzheimer, Blindheit, Herzinfarkt, HIV, Krebs, Lähmungen, Multiple Sklerose, Parkinson oder ein Schlaganfall sowie Verlust der Sprachfähigkeit oder des Gehörs sein.


Körperschutz- oder Existenzpolicen

Diese Art von Policen sind eine Kombination aus Unfallrenten-, Grundfähigkeits- und Pflegeversicherung, oft verbunden mit weiteren Leistungen. Sie sind schwer vergleichbar, stellen aber die beste Alternative zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Der Versicherungsschutz ist günstiger, als bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung und somit auch für risikobehaftete Berufe finanzierbar. Manche Versicherer bieten eine vereinfachte Gesundheitsprüfung an oder arbeiten auch mit Risikozuschlägen, so dass bei Vorerkrankungen die Chance auf einen Versicherungsschutz eher gegeben ist.


Unfallversicherung

Die Unfallversicherung bietet lediglich eine Invaliditätsentschädigung in Form einer Kapitalzahlung, die von dem festgestellten Invaliditätsgrad und von der Versicherungssumme abhängt, und/oder eine lebenslange Rentenzahlung ab 50 % Invalidität. Krankheitsbedingte Ursachen sind in der Regel nicht versichert.