Zahn-Zusatzversicherung

 

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt für Zahnersatz unabhängig vom Befund nur noch feste Beträge (Festzuschüsse). Diese decken etwa 50% der Kosten für eine Standardtherapie (pauschale Regelversorgung) ab. Darunter versteht man die einfachste und zweckmäßigste Lösung. Hiervon ausgenommen sind Implantate. Die tatsächlichen Gesamtkosten für eine medizinisch notwendige Versorgung bleiben hierbei unberücksichtigt.

Was leistet die Zusatzversicherung?

Die Zusatzversicherung leistet in der Regel 85 – 90 % vom Rechnungsbetrag, einschl. Vorleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, auch bei höherwertigem Zahnersatz, einschließlich Implantate. Manche Anbieter leisten darüber hinaus auch für Zahnfüllungen.

Kieferorthopädische Leistungen können enthalten sein, meist sind sie aber auf ein bestimmtes Lebensjahr begrenzt und kommen somit nur für Kinder in Frage. Allerdings gibt es hier große Leistungsunterschiede.

Die Kosten für den Knochenaufbau bei Implantaten werden in der Regel bei medizinischer Notwendigkeit mit übernommen.

Die Zahnzusatzversicherung leistet bis zu den Höchstgrenzen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Mehrkosten sind selbst zu tragen!

Falls nicht enthalten, können bei manchen Anbietern weitere Leistungen durch eine Zusatzvereinbarung eingeschlossen werden: professionelle Zahnreinigung bis zu einem bestimmten Betrag, anteilige Kostenübernahme bei Knirschschienen, Wurzel- und Parodontosebehandlung. Achtung: für Leistungen – außer Zahnreinigung – kann es Einschränkungen geben!

Worauf sollte geachtet werden?

Die Leistungen sind je nach Versicherungsgesellschaft in den ersten drei bis sechs Jahren begrenzt. Je mehr Leistungen eine Versicherung enthält und/oder je höher die Erstattungssätze sind, je höher ist auch das Risiko einer Beitragsanpassung.

Es sollte also darauf geachtet werden, welche Leistungen wirklich benötigt werden. Ein späterer Wechsel zu einem Anbieter kann schwierig werden.

Es wird auch zwischen Verträgen mit und ohne Altersrückstellungen unterschieden. Bei Verträgen ohne Altersrückstellungen erhöhen sich die Beiträge beim Erreichen einer neuen Altersgruppe! Verträge mit Altersrückstellungen sind oft am Anfang etwas teurer, jedoch erhöhen sich die Beiträge nicht mehr, weil Sie älter werden. Beitragsanpassungen sind generell möglich.

Manche Anbieter verzichten nicht auf das ordentliche Kündigungsrecht!