Dienstunfähigkeitsversicherung

 

Nach dem Bundesbeamtengesetz sind Beamte/innen auf Lebenszeit in den Ruhestand zu versetzen, wenn diese wegen des k√∂rperlichen Zustandes oder aus gesundheitlichen Gr√ľnden ihren Dienstpflichten nicht mehr nachkommen k√∂nnen.

Wer kann wann in den Ruhestand versetzt werden?

Beamte/innen auf Widerruf¬† k√∂nnen bei Krankheit oder Unfall entlassen werden. Sie haben keinen Anspruch auf eine Versorgung. Es erfolgt eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. F√ľr Beamte/innen auf Probe gilt dieses ebenfalls mit einer Ausnahme: Handelt es sich um eine Dienstbesch√§digung oder einen Dienstunfall, kann eine Versetzung in den Ruhestand erfolgen. Bei Beamte/innen auf Lebenszeit ist die Ursache der Dienstunf√§higkeit f√ľr die Versetzung in den Ruhestand irrelevant.

Wie ist die Versorgungssituation der Beamten/innen?

Kein Anspruch besteht innerhalb der ersten f√ľnf Jahre. Danach besteht ein Mindestversorgungsanspruch von 35 % der ruhegehaltsf√§higen Dienstbez√ľge. Dieser Mindestversorgungsanspruch steigt pro Dienstjahr linear und zwar bis zum 40. Dienstjahr. D.h., in den ersten 15 Dienstjahren ist der Versorgungsanspruch immer gleich. Er steigt erst ab dem 16. Dienstjahr!

Was ist der Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Dienstunf√§higkeitsversicherung ist eine Berufsunf√§higkeitsversicherung mit einer ‚ÄěDienstunf√§higkeits- oder Beamtenklausel‚Äú.

Berufsunf√§hig im Sinne der Versicherungsbedingungen ist, wenn Art, Schwere und Ausma√ü einer Krankheit, eine K√∂rperverletzung oder ein Kr√§fteverfall nach allgemein anerkannten medizinischen Erkenntnissen erwarten lassen, dass die Person wenigstens 6 Monate mindestens zu 50 % au√üerstande ist, ihrem ausge√ľbten Beruf nachzugehen.

Bei der Berufsunf√§higkeitsversicherung f√ľhrt der Versicherer auf Antrag der versicherten Person die Pr√ľfung durch. Bei einer Berufsunf√§higkeitsversicherung mit einer Dienstunf√§higkeitsklausel schlie√üt sich der Versicherer ohne weitere Pr√ľfung der Entscheidung des Dienstherren an!

Was ist zu beachten?

Es werden von den Versicherungsunternehmen unterschiedliche Dienstunf√§higkeitsklauseln angeboten, bis hin zur ‚Äěunechten‚Äú Dienstunf√§higkeitsklausel, die Beamte/innen nicht besser stellen! F√ľr Vollzugsbeamte, die Polizei, die Feuerwehr und Bundeswehr gelten besondere Regeln, weshalb eine spezielle Dienstunf√§higkeitsklausel notwendig ist.